Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Chest-Pain-Unit

(Weitergeleitet von CPU)

Deutsch: Brustschmerzeinheit
Englisch: chest pain unit

1 Definition

Als Chest-Pain-Unit, kurz CPU, bezeichnet man eine Spezialstation zur Diagnostik und Primärtherapie für Patienten mit akuten Brustschmerzen an großen internistischen Kliniken. Damit sollen vor allem Herzinfarkte bei Patienten frühzeitig erkannt und behandelt werden, die nicht immer die typischen Warnzeichen angeben.

2 Hintergrund

In den USA machte man die Erfahrung, dass Patienten mit Brustschmerzen in einer Chest-Pain-Unit schneller diagnostiziert und behandelt werden, als in einer Notaufnahme-Ambulanz (etc.) eines Krankenhauses. Brustschmerzeinheiten verfügen über kardiologisch geschultes Fachpersonal, das sehr schnell einen Herzinfarkt diagnostizieren bzw. ausschließen kann. In Deutschland gibt es bereits mehrere CPUs, die auf der Grundlage einer Zertifizierung durch die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DKG) arbeiten.

Ein neues Protokoll identifiziert Brustschmerzpatienten mit geringeren Herzattacke-Risiken (ASPECT-Studie). Es ermöglicht eine raschen Identifikation von eingelieferten Patienten mit Brustschmerzen, die jedoch ein nur geringes Risiko einer schweren Herzattacke haben.

Diese Patienten könnten somit frühzeitiger entlassen werden, wodurch Kosten verringert und die Notaufnahmen für andere Notfallpatienten frei gehalten werden könnten. Verfasser des Artikels sind Dr. Martin Than und Kollegen des Department of Emergency Medicine am Canterbury District Health Board im neuseeländischen Christchurch."[1]

3 Anforderungen

Die Chest Pain Unit ist an Krankenhäuser oder Gemeinschaftspraxen gebunden, die mindestens vier Kardiologen für die Notfallbehandlung rund um die Uhr bereit stellen können, mindestens vier Betten zur Verfügung haben und über ein Herzkatheterlabor verfügen, in dem rund um die Uhr Untersuchungen durchgeführt werden können. Sie funktioniert nicht völlig selbstständig, sondern muss mit dem Rettungsdienst, den Krankenhäusern und den niedergelassenen Ärzten genau abgestimmt sein. Daher ist es arbeitsorganisatorisch sinnvoll, diesen Bereich in die Notaufnahme zu integrieren.

Hilfesuchende wenden sich an den Notarzt (Notruf: 112), der den Patienten notfallmäßig in die Klinik (möglichst mit einer Chest Pain Unit) begleitet. Patienten mit akutem Herzschmerz können sich auch selbst in dieser Facheinheit vorstellen. Wegen des Risikos, auf dem Weg dorthin unversorgt zu bleiben, ist in der Regel davon abzuraten.

4 Literatur

  • F Breuckmann u. a.: Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung für „Chest-Pain-Units“, Der Kardiologe, Springer, 2/5/2008; DOI: 10.1007/s12181-008-0116-7

5 Weblinks

Weitere Informationen gibt es bei der Deutschen Herzstiftung e.V. (http://www.herzstiftun g.de) und bei der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (http://cpu.dkg.org)

6 Quellen

  1. Anaesthesie-Intensivmedizin.com am 29.3.2011
  • Dieser Artikel ist eine Kopie aus PflegeWiki. Versionsgeschichte von „Chest-Pain-Unit“[1]

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

19 Wertungen (3.68 ø)

10.011 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
userImage

Anne Düchting

Zuständig für allgemeine Fragen zum Flexikon.

Du hast eine Frage zum Flexikon?
userImage

Bijan Fink

Zuständig für inhaltliche Fragen zum Flexikon.

Copyright ©2019 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: