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Baxter-Parkland-Formel

Synonyme: Parkland-Baxter-Formel, Parkland-Formel
Englisch: Parkland's formula

1 Definition

Die Baxter-Parkland-Formel ist eine mathematische Formel zur orientierenden Berechnung der benötigten Flüssigkeitszufuhr im Falle einer schweren Verbrennung.

2 Formel

Die Formel lautet:

Die verbrannte Körperoberfläche in % wird durch die Neunerregel nach Wallace ermittelt.

Die ermittelte Flüssigkeitsmenge ist in den ersten 24 Stunden nach dem Ereignis zu verabreichen. Dabei wird die Hälfte der errechneten Flüssigkeitsmenge in den ersten acht Stunden appliziert. Die letzten beiden Viertel werden nacheinander jeweils über weitere acht Stunden appliziert.

In der Regel werden kristalloide Lösungen verwendet. Kolloidale Lösungen können besonders in der frühen Phase der Therapie die Bildung von Ödemen im geschädigten Gewebe fördern.[1]

3 Anwendung

Die Baxter-Parkland-Formel dient lediglich der groben Ersteinschätzung der benötigten Flüssigkeitszufuhr. Nach kalkuliertem Beginn sollte daher innerhalb von 2-3 Stunden eine Anpassung an die individuellen Bedürfnisse des Patienten erfolgen.[2] Hilfreich sind dabei klinische Parameter (Herzfrequenz, Blutdruck etc.). Die Formel ist nicht empfohlen für Kinder mit < 10 kgKG.

siehe auch: Brooke-Formel

4 Quellen

  1. Haberal et al. Fluid management in major burn injuries, Indian J Plast Surg; 2010
  2. S2k-Leitlinie Behandlung thermischer Verletzungen des Erwachsenen, abgerufen am 22.10.2020

Diese Seite wurde zuletzt am 22. Oktober 2020 um 16:06 Uhr bearbeitet.

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