Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Hundsgiftgewächs

(Weitergeleitet von Apocynaceae)

Synonym: Apocynaceae
Englisch: dogbane family

1 Definition

Die Hundsgiftgewächse sind eine Familie der Pflanzen. Zahlreiche Arten besitzen medizinische Bedeutung als Gift- oder Arzneipflanzen.

2 Merkmale

Innerhalb der Hundsgiftgewächse existieren Bäume, Sträucher, Halbsträucher (z.T. windend) und Stauden. Zahlreiche Arten führen einen weißlichen oder klaren Milchsaft. Die Laubblätter sind meist gegenständig angeordnet, ganzrandig und besitzen zumeist keine Nebenblätter. Die Blüten sind zwittrig, radiärsymmetrisch und in der Regel fünfzählig. Die Kronblätter sind verwachsen und in der Knospe verdreht.

Hundsgiftgewächse weisen 5 Staubblätter auf, die frei oder mit dem Narbenkopf verklebt sind. Der Fruchtknoten wird aus zwei Fruchtblättern gebildet, die frei oder miteinander verwachsen sind. Es sind zwei zur Spitze verwachsene oder ein einzelner Griffel vorhanden. Aus den Blüten gehen häufig zwei mehrsamige Balgfrüchte (kapselähnlicher Fruchttyp) hervor.

3 Systematik

Es sind weltweit (gemäßigte bis tropische Klimazonen) zwischen 5.000 und 6.000 Arten der Apocynaceae bekannt. Die Unterfamilie der Seidenpflanzengewächse (Asclepiadoideae) wird von einigen Autoren als eigenständige Familie geführt.

In Deutschland sind folgende Gattungen und Arten etabliert:

Ferner sind zahlreiche Vertreter als Zierpflanzen in Kultur oder können im Mittelmeerraum vorgefunden werden. Beispiele sind:

  • Gattung: Adenium
    • Art: Wüstenrose (Adenium obesum; Herkunft: Afrika, arabische Halbinsel)
  • Gattung: Hoya
    • Art: Wachsblume (Hoya lanceolata; Herkunft: Asien)
  • Gattung: Mandevilla (Synonym: Dipladenia; Herkunft: tropisches Amerika)
  • Gattung: Nerium
    • Art: Oleander (Nerium oleander; Herkunft: Mittelmeergebiet, Asien)
  • Gattung: Pachypodium
  • Gattung: Thevetia
    • Art: Schellenbaum (Thevetia peruviana; Herkunft: Südamerika)

Weitere medizinisch relevante Vertreter sind Strophanthus (verschiedene Arten aus Afrika und Asien, produzieren Strophantine) und Indische Schlangenwurzel (Rauvolfia serpentina, produziert Reserpin).

4 Literatur

  • Jäger et al.: Rothmaler - Exkursionsflora von Deutschland, Bd. 2. Aufl. 20, Spektrum Akadem. Verlag.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

1 Wertungen (4 ø)

418 Aufrufe

Hast du eine allgemeine Frage?
Hast du eine Frage zum Inhalt?
Copyright ©2019 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: