Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Antigendrift

Englisch: antigenic drift

1 Definition

Als Antigendrift bezeichnet man Änderungen der Antigene eines Virus, die durch Punktmutationen im Virusgenom entstehen.

Ursächlich ist die schnelle und dadurch fehlerhafte Replikation des Virusgenoms, sowie das Fehlen von Reperaturmechanismen, um die entstandenen Fehler des viralen Erbgutes zu korrigieren.

2 Folgen

Durch die strukturelle Veränderung der Antigene können sich Viren der Immunabwehr ihres Wirtes entziehen.

3 Antigendrift bei Influenza A-Viren

Bei Influenza-A-Viren treten in regelmäßigen zeitlichen Abständen Antigendrifts auf, die sich in der unterschiedlichen Antigenstruktur der saisonalen Grippe-Viren niederschlagen. Influenza-Impfstoffe müssen aus diesem Grunde jährlich den neuen Antigentypen angepasst werden.

siehe auch: Antigenshift

Fachgebiete: Biologie

Pia Hammel, Bei Hämagglutinin, das als Rezeptorbindestelle dient (z.B.: CD209 / DC-SIGN) und für die Membranfusion notwendig ist, wird durch Punktmutation das Triplett CCU in CUU fehlerhaft verändert. Nun wird die AS Leucin anstatt Prolin eingebaut. Das veränderte ANTIGEN stellt nun einen weiteren, neuen Subtyp seines Genus dar und ist somit der Immunabwehr und potentiellen therapeutischen Mitteln entzogen. Hoffe, dass es hilfreich ist. freundliche Grüße
#2 am 28.10.2018 von Beceng Urtanur (Student der Humanmedizin)
Hallo Herr Prinz, ich wollte fragen was denn Antigendrift genau mit der Neuraminidase und dem Hämagglutinin zu tun hat. LG
#1 am 17.02.2017 von Pia Hammel (Studentin)

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

2 Wertungen (4.5 ø)

26.271 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
Copyright ©2019 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: