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Skleritis

1 Definition

Die Skleritis ist eine Entzündung der Sklera, die häufig chronisch verläuft.

2 Formen

Man unterscheidet eine Skleritis anterior des vorderen Augenabschnittes von einer Skleritis posterior des hinteren Augenabschnittes. Die Skleritis anterior wird in eine nekrotisierende und eine nicht nekrotisierende Skleritis eingeteilt. Davon wiederum wird die seltene Skleromalacia perforans abgegrenzt.

3 Ätiologie

Die Skleritis ist zu ca. 50% mit einer systemischen Grunderkrankung assoziiert. Zu diesen Grunderkrankungen zählen zum einen rheumatische (z.B. Kollagenosen) und autoimmunologische Erkrankungen, zum anderen Infektionen wie Tuberkulose oder Lues.

Weitere Ursachen können

  • die Ausweitung einer lokalen Entzündung der Hornhaut (Keratitis) oder
  • eine iatrogene Übertragung

sein.

4 Klinik

Durch die Entzündung kommt es zu einer ödematösen Schwellung der Sklera, bei starker Druckdolenz des betroffenen Auges.

Fakultative Symptome sind rot-bläuliche Knoten der Sklera und eine ziliäre Injektion. Bei bestehender Chemosis und Lidödem kann es darüberhinaus zu einer Abnahme der Sehschärfe kommen.

Komplizierend kann es als Folge einer entzündungsbedingten Skleraatrophie zur Ausbildung von Staphylomen kommen. Bei Beteiligung der Kornea kann eine Narbenbildung die Folge sein.

5 Therapie

Im Vordergrund der Therapie steht die Behandlung der Grunderkrankung. Begleitend wird eine symptomatische Therapie mit Steroiden und nichtsteroidalen Antiphlogistika begonnen. Durch Atropin kann eine zeitweilige Ruhigstellung der Iris durch Lähmung des M. sphincter pupillae erzielt werden.

Fachgebiete: Augenheilkunde

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