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Nierenfunktion

Englisch: kidney function, renal function

1 Definition

Unter der Nierenfunktion versteht man die Gesamtheit der für den Organismus relevanten Stoffwechselvorgänge in der Niere. Sie umfasst die Fähigkeit der Niere, den Wasser-, Elektrolyt- und Säure-Basen-Haushalt zu regulieren und harnpflichtige Substanzen auszuscheiden. Daher ist Nierenfunktion weitgehend synonym zur glomerulären Filtrationsrate (GFR) bzw. Clearance.

Darüber hinaus hat die Niere noch weitere Funktionen, unter anderem die Regulation der Erythropoese über das Erythropoietin.

2 Hintergrund

Eine Verschlechterung der Nierenfunktion wird als Niereninsuffizienz oder Nierenversagen bezeichnet. Die Nierenfunktion nimmt typischerweise mit dem Alter ab. Die Bestimmung der Nierenfunktion ist von Bedeutung für die Dosierung vieler Medikamente, da bei verminderter renaler Clearance häufig eine Dosisanpassung vorgenommen werden muss.

3 Labordiagnostik

Die Nierenfunktion kann durch verschiedene Verfahren beurteilt werden. Am häufigsten ist die Schätzung aus der Höhe der Retentionswerte, vor allem Creatinin und Harnstoff im Serum. Weitere verbreitete Möglichkeiten sind:

siehe Hauptartikel: glomeruläre Filtrationsrate

Zur Abklärung von Erkrankungen des Tubulussystems und der ableitenden Harnwege ist die Untersuchung des Urins bzw. des Urinsediments von großer Bedeutung. Sie dient der Feststellung von:

siehe Hauptartikel: Urindiagnostik

Die Urinuntersuchung kann so Hinweise auf das Vorliegen einer Infektion, Entzündung (Glomerulonephritis), Blutung und/oder verminderte Konzentrationsfähigkeit geben.

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