Das Medizinlexikon zum Medmachen
Mach Med! Teile Dein Wissen und werde Flexinator
Mach Med!
Teile Dein Wissen und
werde Flexinator
Jetzt starten
Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Lendenwirbelsäule

(Weitergeleitet von Lendenwirbel)

Synonyme: LWS, Lumbale Wirbelsäule
Englisch: lumbar vertebra, lumbar spine

Inhaltsverzeichnis

1 Definition

Die Lendenwirbelsäule ist ein Teil der Wirbelsäule des Menschen und besteht aus 5 einzelnen Knochen, den Lendenwirbeln, die von kranial nach kaudal als LW1 - LW5 durchnumeriert werden. Die Lendenwirbelsäule befindet sich im unteren Abschnitt der Wirbelsäule zwischen der Brustwirbelsäule und dem Kreuzbein (Os sacrum).

2 Anatomie

2.1 Allgemein

Die Wirbelkörper der Lendenwirbel haben eine gemeinsame Grundform. Sie zeichnen sich gegenüber den Wirbeln der anderen Wirbelsäulenabschnitte durch ihre besondere Größe und ihren bohnenformähnlichen Grundriss aus. Der sagittale Durchmesser des Lendenwirbelkörpers ist dabei geringer als der transversale.

Man erkennt an den Lendenwirbeln folgende Strukturelemente:

Von hier aus gliedern sich seitlich und dorsal die Fortsätze des Wirbels (Processus vertebrae) an:

Die Dornfortsätze werden im Bereich der Lendenwirbelsäule seitlich von den Muskeln der Rückenmuskulatur überragt und sind in der Vertiefung zwischen den Muskelbäuchen zu tasten.

Das Wirbelloch (Foramen vertebrale) wird sowohl vom Wirbelkörper als auch vom Wirbelbogen umgeben und bildet den Raum für das Rückenmark (Medulla spinalis) mit seinen Hüllen, Gefäßen und Nerven. Im Wirbelkanal der Lendenwirbelsäule befindet sich ab dem ersten oder zweiten Lendenwirbel kein Rückenmark mehr, sondern die Cauda equina.

Die Aufeinanderreihung der einzelnen Wirbellöcher bildet als Gesamtheit den Wirbelkanal (Canalis vertebralis). Hierbei bleibt zwischen zwei Wirbeln das Zwischenwirbelloch (Foramen interverebrale) zum Durchtritt der jeweiligen Spinalnerven offen. Die knöcherne Begrenzung wird hierbei gebildet durch die Wirbelbogenfüßchen (Pediculi arcus vertebrae), die nach kranial und kaudal etwas eingezogen sind, so dass sich die Incisurae vertebrales inferiores et superiores ausbilden.

2.2 Besonderheiten in der Form

2.2.1 Dornfortsätze

Die Dornfortsätze sind im Bereich der Lendenwirbelsäule gerade nach hinten ausgerichtet. Daher ist der Wirbelkanal hier nur durch Bindegewebe verschlossen, was ihn für eine Punktion sehr zugänglich macht.

2.2.2 Querfortsätze

Die Querfortsätze der Lendenwirbel, auch Processus costales genannt, sind verhältnismäßig lang ausgeprägt und können ihrem Namen entsprechend auch als Rippenrudiment gesehen werden. Die eigentlichen Querfortsätze, die Processus accessorii, liegen dorsal der Processus costales und sind eher schwach ausgeprägt.

2.2.3 Gelenkfortsätze

Die Gelenkflächen der Lendenwirbel sind hauptsächlich sagittal orientiert. Die einzige Ausnahme bildet hierbei der fünfte Lendenwirbel, bei dem die Gelenkfläche fast frontal liegt. An der Rückseite der oberen Gelenkfortsätze finden sich dann die Processus mamillares.

Tags:

Fachgebiete: Leibeswand

Um diesen Artikel zu kommentieren, melden Sie sich bitte an.

Letzte Autoren des Artikels:

18 Wertungen (3.56 ø)
Teilen

32.404 Aufrufe

userImage

Dr. med. univ. Sabrina Mörkl schreibt seit dem 28.05.2011 im Flexikon, hat bereits 243 neue Artikel publiziert und 164 Artikeldetails verbessert.

Autor werden

Das Flexikon enthält bereits 38.420 Artikel - jetzt mitmachen & weitersagen!