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Rückenmuskulatur

Synonym: Rückenmuskeln
Englisch: dorsal muscles, muscles of the back

1 Definition

Die Rückenmuskulatur ist die im Bereich des Rückens (Dorsum) befindliche Skelettmuskulatur.

2 Hintergrund

Bei Betrachtung der Rückenmuskulatur können entwicklungsgeschichtlich an der Wirbelsäule entstandene Muskeln von den sekundär auf den Rücken verlagerten Muskeln unterschieden werden.

Die ortsständig entwickelten Muskeln werden als autochthone, genuine oder auch primäre Rückenmuskulatur bezeichnet und in einen medialen und lateralen Trakt unterteilt. Die autochthone Rückenmuskulatur wird im Gegensatz zu allen anderen Skelettmuskeln des menschlichen Körpers von den Rami posteriores der Spinalnerven innerviert. In ihrer Gesamtheit wird die autochthone Rückenmuskulatur auch als Musculus erector spinae bezeichnet.

Die sekundär auf den Rücken eingewanderten, oberflächlicher gelegenen Rückenmuskeln werden in ihrer Gesamtheit auch als sekundäre Rückenmuskulatur bezeichnet. Sie bilden eine Muskelgruppe heterogener Herkunft und werden regulär durch die Rami anteriores der Spinalnerven innerviert.

3 Anordnung

Die autochthone Rückenmuskulatur liegt der Wirbelsäule unmittelbar auf. Sie ist neben den Bewegungen der Wirbelsäule vor allem für die aufrechte Körperhaltung von äußerster Wichtigkeit.

Die Fascia thoracolumbalis umhüllt die autochthone Rückenmuskulatur von Brust bis Becken. Sie bildet eine an der Wirbelsäule fixierte und die Muskelanteile umschließende Loge. Im Bereich des Nackens ist entsprechend die Fascia nuchae ausgebildet.

Die sekundäre (oberflächliche) Rückenmuskulatur entstammt der Schultermuskulatur, der Bronchialmuskulatur und der Extremitätenmuskulatur (z.B. Musculus latissimus dorsi).

4 Einteilung

4.1 Autochthone Rückenmuskulatur (Musculus erector spinae)

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4.2 Sekundäre (eingewanderte) Rückenmuskulatur

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5 Klinik

Verspannungen der Rückenmuskulatur führen häufig zu myogenen Rückenschmerzen. Eine untrainierte und unphysiologisch beanspruchte Rückenmuskulatur ist in Industrienationen ein Massenphänomen.

Fachgebiete: Leibeswand

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