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Processus spinosus

(Weitergeleitet von Dornfortsatz)

Synonym: Dornfortsatz
Englisch: spinous process

1 Definition

Der Processus spinosus oder Dornfortsatz ist ein unpaarer Knochenfortsatz, der - nach dorsal weisend - vom Wirbelbogen eines Wirbels entspringt. Er dient zum Beispiel als Ansatz bzw. Ursprung für Faserzüge der Rückenmuskulatur, Faszien und Bandstrukturen (Ligamente) im Bereich des Rückens.

2 Besonderheiten

2.1 Halswirbelsäule

Im Bereich der Halswirbelsäule (HWS) sind die Dornfortsätze eher gegabelt und relativ kurz. Besonders gut zu tasten, und damit wichtig für die klinische Untersuchung, ist der Processus spinosus des 7. Halswirbels. Diesen bezeichnet man auch als Vertebra prominens. In der Regel ist der Dornfortsatz des 6. Halswirbels der oberste, der durch die Haut gut zu tasten ist.

2.2 Brustwirbelsäule

Die Dornfortsätze der Brustwirbelsäule sind lang und schräg nach unten gerichtet. Ihre Überlappung ähnelt dem Muster von übereinanderliegenden Dachziegeln. Durch diese Anordnung ist damit die Dorsalextension der Wirbelsäule beschränkt. Der Dornfortsatz des ersten Brustwirbels ist meistens der Längste.

2.3 Lendenwirbelsäule

Die Dornfortsätze der Lendenwirbelsäule erscheinen gerade nach hinten gerichtet. Aus diesem Grund ist hier eine Lumbalpunktion gut durchführbar.

2.4 Os sacrum

Im Sakralbereich entspricht die Crista sacralis mediana den Dornfortsätzen.

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Fachgebiete: Leibeswand

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