Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Aktinfilament

(Weitergeleitet von Aktin-Filament)

Synonyme: Mikrofilament, dünnes Filament
Englisch: microfilament

1 Definition

Aktinfilamente, auch Mikrofilamente genannt, sind lineare Proteinpolymere, die zusammen mit den Mikrotubuli und Intermediärfilamenten ein wichtiger Teil des Zytoskeletts einer Zelle sind.

2 Struktur

Aktinfilamente sind aus zwei helikal miteinander verwundenen Aktineinzelfäden aufgebaut. Sie entstehen durch Polymerisation aus einzelnen Molekülen des Strukturproteins Aktin. An ihren dünnsten Stellen besitzen sie einen Durchmesser von 6-7 nm, an ihren dicksten Stellen von etwa 9 nm.

3 Aufgaben

Aktinfilamente sind sehr variable Zellelemente, die eine Vielzahl verschiedener Aufgaben erfüllen.

3.1 Zellmorphologie

Aktinfilamente dienen vor allem der Erhaltung der Zellgestalt, indem sie unter der Zellmembran ein stabiles Netzwerk bilden. In diesem sind auch die Transmembranproteine verankert. Desweiteren enthalten die so genannten Mikrovilli ein zentrales Bündel aus Aktinfilamenten. Man findet sie in verschiedenen Organen (z.B. im Darm), wo sie resorptive Aufgaben erfüllen.

3.2 Zellteilung

Aktinfilamente verankern während der Mitose die Zentrosomen und erfüllen so eine wichtige Aufgabe während der Zellteilung. Sie dürfen jedoch nicht mit den Fasern des Spindelapparates verwechselt werden - dieser bildet u.a. Mikrotubuli aus.

3.3 Zellbeweglichkeit

Aktinfilamente befähigen Zellen dazu, Pseudopodien zu bilden und ermöglichen so die amöboide Beweglichkeit bestimmter Zellen (z.B. Leukozyten). Außerdem sind sie für die Membranbewegungen bei der Phagozytose veranwortlich. In Muskelzellen sind Aktinfilamente gemeinsam mit den Myosinfilamenten die molekulare Grundlage für die Kontraktion.

4 Interaktion

Aktinfilamente interagieren mit verschiedenen anderen Proteinen, um die Zell- oder Gewebestabilität zu sichern:

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