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Abortus imminens

Synonym: Drohender Abort, Drohende Fehlgeburt

1 Definition

Als Abortus imminens wird eine drohende Fehlgeburt bei noch intakter Schwangerschaft bezeichnet.

2 Klinik

Ein Abortus imminens präsentiert sich in der Regel in Form leichter vaginaler Blutung während der Schwangerschaft, wobei der Muttermund jedoch geschlossen ist.

Die weitere Basisdiagnostik ergibt:

Komplizierende Faktoren wie Fieber oder Störungen der Blutgerinnung bestehen nicht.

3 Therapie

Die Therapie ist supportiv und symptomatisch. Basismaßnahmen sind die staionäre Aufnahme, Bettruhe und Koitusverbot, zumindest bis zum Sistieren der Blutung.

Einige Autoren berfürworten eine perorale Gabe von Magnesium (wirkt tokolytisch) über einige Wochen. Bei einem Abortus imminens nach der 22. SSW kann eine intensivierte Tokolyse erfolgen.

Im Rahmen der stationären Überwachung sollte der Status der Schwangerschaft alle 2-3 Tage sonographisch und labormedizinisch kontrolliert werden.

Bei einer bekannten Corpus-luteum-Insuffizienz kann eine Gestagentherapie erfolgen. Bei negativem Rhesusfaktor der Mutter sollte eine Rhesusprophylaxe erfolgen.

Klingt unter dieser Therapie die Blutung ab, kann die Schwangerschaft in der Regel fortgeführt werden. Ein eventuell bestehendes retroplazentares Hämatom kann sich organisieren und muss den weiteren Verlauf der Schwangerschaft nicht negativ beeinflussen.

Nach einem Abortus imminens sollte die Schwangerschaft in kürzeren Abständen kontrolliert werden.

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Fachgebiete: Geburtshilfe, Gynäkologie

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