AAI
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Synonyme: AAI-Schrittmacher
Englisch: AAI, AAI pacemaker
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1 Definition [bearbeiten]
Als AAI wird ein Herzschrittmachermodus bezeichnet.
2 Hintergrund [bearbeiten]
Nach der NBG-Codierung bezeichnet der erste Buchstabe den Stimulationsort, der zweite den Ort des Sensings und der dritte den Betriebsmodus. Im Falle des AAI-Schrittmachers bedeutet dies:
- Stimulationsort = Atrium,
- Sensing-Ort = Atrium
- Betriebsmodus = Inhibition
Es handelt sich also um einen On-demand-Vorhofschrittmacher, der in Aktion tritt, sobald eine bestimmte Grenzfrequenz unterschritten wird und pausiert, sobald das Herz eine Eigenaktion aufweist. Die vorhofsynchrone Kammererregung bleibt erhalten.
3 Indikationen [bearbeiten]
Der AAI-Schrittmacher ist ein sogenannter physiologischer Schrittmacher. Er kann beim Sick-Sinus-Syndrom, Bradykardien, Vorhofflattern und SA-Block eingesetzt werden. Eine intakte Reizüberleitung muss allerdings gegeben sein. Da bei vielen Patienten mit Sick-Sinus-Syndrom häufig auch ein AV-Block vorliegt, wird dieser Schrittmacher nur noch selten eingesetzt.
Eine klare Indikation für einen AAI-Schrittmacher sind beim Sick-Sinus-Syndrom symptomatische Patienten mit Schwindel und Synkopen. Die Implantation des AAI-Schrittmachers verbessert bei diesen Patienten zwar die Beschwerden, kann aber die Lebenserwartung nicht steigern. Asymptomatischen Patienten mit intermittierender Herzfrequenz <40 sollten keinen AAI-Schrittmacher erhalten.
4 AAI im EKG [bearbeiten]
Wenn die Grundfrequenz unterschritten wird, so sieht man im EKG einen Schrittmacherkomplex bestehend aus einem Spike (Stimulationsspike) der von einer kleinen P-Welle gefolgt wird. Darauf folgt der intrinisch übergeleitete Kammerkomplex.
Fachgebiete: Innere Medizin
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