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Vanillinmandelsäure

(Weitergeleitet von 3-Methoxy-4-Hydroxymandelsäure)

Synonyme: 3-Methoxy-4-Hydroxymandelsäure, VMS
Englisch: Vanillyl mandelic acid

1 Definition

Vanillinmandelsäure ist das Abbauprodukt der körpereigenen Katecholamine Adrenalin und Noradrenalin.

2 Biochemie

Vanillinmandelsäure entsteht durch Methylierung und oxidative Desaminierung über Metanephrin, Normetanephrin, 3,4-Dihydroxymethylglykoaldehyd und 3,4-Dihydroxymandelsäure. Die katalysierenden Enzyme sind die Monoaminoxidase (MAO) und die Catechol-O-Methyltransferase (COMT). Nicht katalysierte Katecholamine und die Zwischenprodukte werden in der Leber zu Glucuroniden und Sulfaten konjugiert und mit dem Harn ausgeschieden.

3 Diagnostik

Die Vanillinmandelsäure kann bei Verdacht auf eine erhöhte Katecholaminproduktion im 24h-Urin bestimmt werden. Der Referenzwert liegt zwischen 3-7 mg in 24 h (<35 µmol). Die Bestimmung hat eine hohe Spezifität (ca. 95 %), aber nur eine mäßige Sensitivität (42-64 %). Eine höhere Sensitivität (67-85 %) bietet die direkte Messung der freien Katecholamine Adrenalin und Noradrenalin im Blut.

Bei der Bestimmung im 24h-Urin sollte eine Woche im Voraus auf Vanillinmandelsäure-haltige Nahrungsmittel (z.B. Kaffee, Nüsse, Bananen) verzichtet werden, um falsch positive Werte zu vermeiden. Falsch negative Werte können bei Medikation mit MAO-Hemmern entstehen.

4 Bewertung

Erhöhte Werte findet man bei:

Erniedrigte Werte findet man bei:

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