Englisch: autoimmunity


Unter Autoimmunität versteht man die Unfähigkeit eines Organismus, seine Strukturbestandteile als "körpereigen" zu erkennen. Dies führt zu einer pathologischen Produktion von Antikörpern gegen körpereigene Moleküle bzw. körpereigenes Gewebe, die sich als Autoimmunerkrankung manifestiert.
Die Entstehung von Autoimmunität ist noch nicht vollständig geklärt. Man vermutet zwei verschiedene Mechanismen.
Man mutmaßt, dass körperfremde Antigene körpereigenen Antigenen ähneln, so dass im Rahmen der spezifischen Immunantwort produzierte Antikörper auch körpereigene Antigene schädigen.
Weiterhin ist es möglich, dass autoreaktive Zellen nicht, wie es sonst üblich ist, während der Lymphozytenreifung durch Makrophagen zerstört werden, sondern erhalten bleiben.
Bei der Myasthenia gravis produziert der Körper Antikörper gegen Acytylcholinrezeptoren. Dadurch kommt es zu Muskelschwäche und Lähmungserscheinungen. Therapiert wird diese Erkrankung durch Acetylcholinesterase-Hemmer und Immunsupressiva.
Beim Morbus Basedow kommt es zur Produktion von Antikörpern, die gegen den TSH-Rezeptor gerichtet sind. Da die Wirkung der Antikörper der des TSHs ähnelt, werden T3 und T4 vermehrt synthetisiert. Es resultiert die Merseburger Trias mit Exophthalmus, Tachykardie und Struma.
Der Lupus erythematodes ist durch die Produktion von Antikörpern gegen die körpereigene DNA gekennzeichnet. Behandelt wird diese Erkrankung vor allem mit Immunsuppressiva.
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