Allgemeine Untersuchung bei Hund und Katze
Die allgemeine Untersuchung sollte bei jedem Tier, wenn es vorgestellt wird, durchgeführt werden. Erkrankungen bzw. gesundheitliche Problematiken können so frühzeitig erkannt werden.
3.1. Allgemeinbefinden [bearbeiten]
- munter und aufmerksam, Hund in Seitenlage weist ein „hochgradig reduziertes Allgemeinbefinden, gering- oder mittelgradig reduziertes
- Auskunft über den generellen Gesundheitsstatus des Tieres.
3.2. Herzfrequenz und Auskultation, Pulsfrequenz [bearbeiten]
- Messung: Schläge in 15 s und dann x 4,
- große Rassen: 70-120 Schläge pro Minute
- mittlere Rassen: 80-120 Schläge pro Minute
- kleinere Rassen: 90-160 Schläge pro Minute
- Welpen:90-200 Schläge pro Minute
- Katze: 80-140 Schläge pro Minute
- Herzauskultation und -geräusche deutlich zu hören
- Beurteilung des Pulses auf seine Kräftigkeit hin beurteilt und Synchronität mit dem Herzschlag (jeder Herzschlag = eine Pulswelle)
3.3. Atemfrequenz und Auskultation [bearbeiten]
- Methode: wieder 15 Sekunden lang und dieser Wert dann x4
- Hund: 10-30 Atemzüge pro Minute
- Katze: 20-40 Atemzüge pro Minute
- Auskultation auf beiden Seiten auskultiert, gesunder Hund kaum eine Atmung zu hören
- Überprüfung auf eine sogenannte Dyspnoe, Atemprobleme
- Synchrone Bewegung von Thorax und Abdomen bei normaler Atmung
3.4. Schleimhautfarbe und kapilläre Füllungszeit [bearbeiten]
- Messung der SHF an den Konjunktiven oder den Gingiven, beim gesunden Hund sind sie blass-rosa oder rosa, rasseabhängig können sie auch gerötet erscheinen.
3.5. Lymphknotenpalpation [bearbeiten]
3.5.1. Lnn. mandibulares [bearbeiten]
3.5.2. Lnn. cervicales superficiales [bearbeiten]
- kranial der Skapula etwa auf halber Höhe des Halses
3.5.3. Lnn. Poplitei [bearbeiten]
- in der Kniekehle in der Rinne zwischen M. semitendinosus und Biceps femoris
3.6. Abdomenpalpation [bearbeiten]
- Organabgrenzung generell schwer, Palpation durch langsames Massieren bis Erweichen der Anspannung
- Abschätzen der etwaigen Lage durch Palpieren
Man beginnt, das kraniale Abdomen mit beiden Händen von beiden Seiten gleichzeitig durchzutasten (z.B. Umfangsvermehrungen,
Schrumpfnieren)
3.7. Rektaltemperatur [bearbeiten]
- Rektaltemperatur sollte bei Hund und Katze zwischen 37,5 und 38,5 °C
- Junge und aufgeregte Tiere von über 39 °C.