Metaplasie
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1. Definition
Unter "Metaplasie" versteht man eine Umwandlung (Differenzierung) einer Zellart in eine andere. Es handelt sich um dabei um eine qualitative Änderung (zunächst keine quantitative Änderung) von Körperzellen. Durch Differenzierung der Zellen kommt es zu einer veränderten Zellleistung.
Die Zelldifferenzierung im Rahmen einer Metaplasie ist reversibel (eine irreversible Zellumwandlung wird als Anaplasie bezeichnet).
2. Pathologie
2.1. Ursachen
Die Ursachen einer Metaplasie sind darin zu suchen, dass Zellen chronisch irritiert, gereizt oder überbelastet werden (durch Druck, Säure oder Entzündung). Die strapazierten Zellen passen sich daraufhin den veränderten Umständen an (differenzieren sich). Eine Metaplasie ist an sich noch nicht schlimm, sie kann jedoch zur fakultativen Präkanzerose werden, d.h. unkontrolliert wuchern Krebs.
3. =Beispiele
Bekannte Beispiele sind:
- Barrett-Ösophagus: v.a. bei chronischer Reflux-Ösophagitis wird das Plattenepithel der Speiseröhre (Ösophagus) durch Zylinderepithel mit Becherzellen ersetzt, das eigentlich nur typisch für den Darmtrakt ist
- intestinale Metaplasie der Magenschleimhaut
- Metaplasie in den Bronchien von Rauchern: Flimmerepithel wandelt sich in Plattenepithel um
- Metaplasie in der Gebärmutter (Uterus): Zylinderepithel in der Cervix uteri wandelt sich in Plattenepithel um
- Metaplastische Verknöcherung: z.B. bei Myositis ossificans
Über Metaplasien als Vorstufen können sich daraus entwickeln: