Mastodynie
Achtung: Du siehst nicht die aktuelle, sondern eine ältere Version dieser Seite.
Synonym: Mastalgie
Englisch: mastodynia
1. Definition
Als Mastodynie wird die Schmerzhaftigkeit der (weiblichen) Brust bezeichnet. Sie ist ein Symptom in der Gynäkologie.
2. Bedeutung
Die Mastodynie tritt häufig im Rahmen einer Mastopathie zyklusabhängig auf. Sie ist Teil der typischen Symptomatik einer Mastopathie.
Die zugrundeliegenden Ursachen korrelieren miteinander. Die Ursache der zyklusabhängigen, meist prämenstruell betonten Mastodynie ist weiterhin unklar (Stachs 2019). Frühere Auffassungen sahen in den zyklischen Hormonschwankungen Gründe. Dabei schien der Gestagenmangel (Insuffizienz des Gelbkörpers) eine wichtige Rolle zu spielen. Die östrogenbedingte Wassereinlagerung führe zu dem Spannungs- und Schweregefühl in den Brüsten. Die Gegensteuerung durch Gestagene bliebe aus.
Die Untersuchung betrifft die
- ausführliche Anamnese und die
- klinische Untersuchung.
Ausweitungen der Diagnostik hinsichtlich einer Hyperprolaktinämie Schilddrüsenerkrankungen (insbesondere die euthyreote Struma) oder Vitaminuntersuchungen sind nicht indiziert.
3. Therapie
bei zyklusabhängiger Mastodynie
- Tragen eines gutsitzenden Büstenhalters (85% Schmerzreduktion nach 3 Monaten)
- Entspannungsübungen
- regelmäßige sportliche Aktivitäten
- 25 g Leinsamenpuder täglich
- 3,2 bis 4,8 mg Mönchspfeffer über 2-3 Monate
- 3 x 20 mg Diclofenac-Gel (60% Schmerzreduktion nach 2 Monaten)
- 2 x 600 mg Schwarzkümmelöl täglich.
- intermittierende Analgetikatherapie[1]
- ↑ Stachs, A., Stubert, J., Reimer, T. et al.: Benigne Erkrankungen der weiblichen Brust.Dtsch. Ärztebl. 2019; 116(33-34):565-574.