Dissoziative Amnesie: Unterschied zwischen den Versionen
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Bei der '''dissoziativen Amnesie''' fehlen dem betroffenen Menschen | ==Definition== | ||
Bei der '''dissoziativen Amnesie''' fehlen dem betroffenen Menschen [[Erinnerung]]en aus seiner Vergangenheit teilweise oder gänzlich. Das Ausmaß dieser Erinnerungslücke geht über die normale [[Vergesslichkeit]] hinaus. | |||
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Voraussetzung für die [[Diagnose]] "dissoziative Amnesie" ist, dass die [[Amnesie]] nicht durch ausgeprägte [[Erschöpfung]], [[hirnorganische Störung]]en oder [[Intoxikation]]en bedingt ist. Die Amnesie korreliert meist mit belastenden oder [[traumatisch]]en Erlebnissen und ist gemeinhin selektiv und bruchstückhaft. Es ist jedoch nur das autobiographische Gedächtnis gestört. Erworbene Fertigkeiten wie z.B. Kulturtechniken bleiben erhalten. Die dissoziative Amnesie hat eine Schutzfunktion, indem die [[Psyche]] vor einer wiederholten Auseinandersetzung mit dem belastenden Ereignis geschützt wird. | |||
''siehe Hauptartikel'': [[dissoziative Konversionsstörung]] | |||
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[[Tag:Amnesie]] | |||
[[Tag:Vergesslichkeit]] |
Aktuelle Version vom 21. März 2024, 09:58 Uhr
Synonym: psychogene Amnesie
Englisch: dissociative amnesia, psychogenic amnesia
Definition
Bei der dissoziativen Amnesie fehlen dem betroffenen Menschen Erinnerungen aus seiner Vergangenheit teilweise oder gänzlich. Das Ausmaß dieser Erinnerungslücke geht über die normale Vergesslichkeit hinaus.
Hintergrund
Voraussetzung für die Diagnose "dissoziative Amnesie" ist, dass die Amnesie nicht durch ausgeprägte Erschöpfung, hirnorganische Störungen oder Intoxikationen bedingt ist. Die Amnesie korreliert meist mit belastenden oder traumatischen Erlebnissen und ist gemeinhin selektiv und bruchstückhaft. Es ist jedoch nur das autobiographische Gedächtnis gestört. Erworbene Fertigkeiten wie z.B. Kulturtechniken bleiben erhalten. Die dissoziative Amnesie hat eine Schutzfunktion, indem die Psyche vor einer wiederholten Auseinandersetzung mit dem belastenden Ereignis geschützt wird.
siehe Hauptartikel: dissoziative Konversionsstörung