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Zufallsversorgter Lappen

Englisch: random pattern flap

1 Definition

Ein zufallsversorgter Lappen ist eine Form der Lappenplastik, bei welcher der Lappen keine definierte Gefäßversorgung besitzt, sondern diffus durch den subdermalen Gefäßplexus versorgt wird.

siehe auch: axial versorgter Lappen

2 Hintergrund

Zufallsversorgte Lappen werden auch "indian flaps" genannt, da sie erstmals in Indien beschrieben wurden. Bei den meisten Nahlappenplastiken handelt es sich um zufallsversorgte Lappen. Damit Durchblutungsstörungen und mögliche Nekrosen des Lappens vermieden werden, muss - abhängig von der Lokalisation - ein bestimmtes Verhältnis von Lappenbasis zu Lappenlänge eingehalten werden. Das komplikationslose Einwachsen des Lappen ist dabei von der arteriellen Versorgung, aber auch vom venösen Rückfluss abhängig.

In der Literatur werden für das Verhältnis von Lappenbasis zu Lappenlänge Werte von 1:1,5 bis 1:3, teilweise sogar bis 1:4 angegeben. Grundsätzlich lassen sich in gut vaskularisierten Körperregionen (z.B. Gesicht) längere Lappen realisieren, als in schlecht durchbluteten Arealen.

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