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Vorderwandspitzeninfarkt

Englisch: anteroapical myocardial infarction, anteroapical MI

1 Definition

Ein Vorderwandspitzeninfarkt ist eine Form des Herzinfarkts, bei der die Infarktzone Teile der Vorderwand und der Herzspitze (Apex cordis) umfasst. Er entsteht durch einen Verschluss des Ramus interventricularis anterior (RIVA) der linken Koronararterie.

2 Nomenklatur

Ist isoliert die Herzspitze betroffen (selten), spricht man von einem "apikalen Infarkt", liegt der Schwerpunkt der Infarktzone oberhalb der Herzspitze, von einem "supraapikalen Infarkt". Der Vorderwandspitzeninfarkt lässt sich daher auch als Kombination dieser beiden Szenarien verstehen.

3 Diagnostik

Die Diagnostik des Vorderwandspitzeninfarkts unterscheidet sich nicht von der allgemeinen Diagnostik des Herzinfarkts.

3.1 EKG-Charakteristika

Ein Vorderwandspitzeninfarkt macht sich in der Regel durch EKG-Veränderungen in den Brustwandableitungen V2-V5 (V6) sowie in den Extremitätenableitungen I und aVL bemerkbar:

Die pathologischen Veränderungen in den Extremitätenableitung können vor allem bei älteren Infarkten fehlen.

4 Prognose

Die Prognose eines Vorderwandspitzeninfarkts ist abhängig von der Infarktgröße und begleitenden Herzrhythmusstörungen. Je weiter distal der RIVA-Verschluss liegt, desto weniger Muskelmasse ist betroffen und desto günstiger ist im Allgemeinen die Prognose.

Symptome, Komplikationen, und Therapie siehe Hauptartikel: Herzinfarkt

Fachgebiete: Kardiologie

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