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Ventilebene

1 Definition

Als Ventilebene bezeichnet man die Klappenebene des Herzens, die anatomisch durch das Herzskelett definiert ist.

2 Funktion

Die Ventilebene ist eine bindegewebig versteifte Platte, die sich aufgrund der perikardialen Fixierung der Herzspitze (Apex cordis) am Diaphragma in Abhängigkeit des Kontraktionszustandes verschiebt. Dieser Ventilebenenmechanismus übt einen maßgeblichen Einfluss auf die Hämodynamik aus. Er kann in 2 Phasen unterteilt werden:

  1. Auswurfphase: Durch Verkürzung des Ventrikelmyokards in der Systole wandert die Ventilebene in Richtung der Herzspitze und bewirkt eine Erweiterung der relaxierten Vorhöfe. Hieraus resultiert ein Unterdruck, der den Einstrom des Blutes aus dem venösen System unterstützt.
  2. Füllungsphase: In der Diastole verschiebt sich die Ventilebene durch die Längenzunahme des Kammermyokards in Richtung der Herzbasis (Basis cordis), gegen die inkompressible Blutsäule der Vorhöfe. Gemeinsam mit der Vorhofkontraktion und der druckabhängigen Öffnung der Atrioventrikularklappen wird somit die rasche Ventrikelfüllung gefördert.

Diese Seite wurde zuletzt am 18. Juni 2015 um 18:21 Uhr bearbeitet.

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