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Tympanogramm

Englisch: tympanogram

1 Definition

Das Tympanogramm ist die graphische Darstellung der Messung der Trommelfellbeweglichkeit bei der Tympanometrie. Es stellt die Trommelfellbeweglichkeit in Abhängigkeit vom Luftdruck im äußeren Gehörgang dar und gibt dadurch Auskunft über die Druck- und Schwingungsverhältnisse im Mittelohr.

2 Aufbau

Die Y-Achse des Tympanogramms gibt die Compliance (Trommelfellbeweglichkeit) in ml bzw. in relativen Einheiten wieder. Gegen die X-Achse wird der Druck in da Pa bzw. Decapascal (1 dPa =10 Pascal = 0,1 mbar), bei älteren Geräten in mm H2O aufgetragen. Die Beweglichkeit des Trommelfells ist dann am größten, wenn der Druck im äußeren Gehörgang und im Mittelohr gleich sind.

3 Bewertung

Bei normaler Mittelohrfunktion liegt das Maximum der Trommelfellbeweglichkeit bei etwa 0 da Pa, d.h. das Trommelfell schwingt maximal, da im äußeren Gehörgang der identische Druck wie in der Paukenhöhle vorherrscht. Es resultiert die sogenannt A-Kurve. Ein Unterdruck in der Paukenhöhle (z.B. bei Tubenbelüftungstörung) hat eine Verschiebung des Maximums in den negativen Druckbereich zur Folge.

Ein Mittelohrerguss (z.B. im Rahmen der Otitis acuta media) ist typischerweise durch ein flaches Tympanogramm gekennzeichnet, bedingt durch das flüssigkeitsgefüllte Mittelohr. Eine Unterbrechung der Schallleitungskette, z.B. durch Kettenluxation oder atrophe Trommelfellnarben, führt zu einem nach oben offenen Peek (kein Maximum bei offener Kurve).

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