Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren,

Wir sind auf der Suche nach Schnee in Richtung Nordpol gefahren. Deswegen steht das Flexikon vom 14.12. bis 10.01.2019 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 10. Januar könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

Unser Tipp: Genießt die Zeit mit der Familie! Wir wünschen euch fröhliche Feiertage!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Totenfleck

(Weitergeleitet von Totenflecken)

Synonyme: Livor mortis, Leichenfleck
Englisch: postmortem lividity

Als Totenflecke bezeichnet man die gegebenenfalls zum Todeszeitpunkt, üblicherweise aber etwa eine Stunde post mortem auftretenden, lividen Verfärbungen, die durch die Ansammlung von Blut in abhängigen Körperpartien entstehen.

Die Totenflecken zählen zu den sicheren Todeszeichen.

1 Pathophysiologie

Frische Totenflecke sind noch wegdrückbar. Sie entstehen durch Hypostase. Die Kapillaren der Haut in den abhängigen Körperregionen füllen sich, und rötliche, zyanotische Flecken entstehen. Nach etwa 24 Stunden kommt es nach intravasaler Hämolyse zur Einlagerung von Hämoglobin und seinen Abbauprodukten in die Gewebe und zu einer diffusen Verfärbung des Leichnams. Zu diesem Zeitpunkt sind die Totenflecke irreversibel und nicht mehr wegdrückbar.

2 Todeszeitbestimmung

Anhand der Totenflecken läßt sich unter günstigen Außenbedingungen und mit Hilfe anderer Leichenveränderungen der Todeszeitpunkt bestimmen:

  • erste Flecken: nach etwa 20 - 30 Minuten
  • Konfluieren ("Zusammenlaufen"): 1 - 6 Stunden nach Todeseintritt (postmortal)
  • volle Ausprägung: 3 - 16 Stunden postmortal
  • vollständige Umlagerung: maximal 6 - 8 Stunden postmortal
  • unvollständige Umlagerung: 4 - 24 Stunden postmortal
  • vollständige Wegdrückbarkeit: bis zu 20 Stunden (u.U. bis zu 48 Stunden!) postmortal
  • unvollständige Wegdrückbarkeit: bis zu 36 Stunden (u.U. bis 4 Tage!) postmortal

Bereits in der Phase der Agonie können entsprechende Flecken entstehen, die im Volksmund auch "Kirchhofrosen" genannt werden.

Anhand der Färbung lassen sich auch Rückschlüsse auf die Todesursache ziehen: bei Kohlenmonoxidvergiftung sind sie rötlich/rosa, während die normale Farbe eher grauviolett ist.

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Fachgebiete: Pathologie, Rechtsmedizin

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