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Synsacrum (Geflügel)

Synonyme: Os lumbosacrale, Synsakrum

1 Definition

Das Synsacrum, auch Os lumbosacrale genannt, ist ein starrer Wirbelsäulenabschnitt beim Geflügel.

2 Anatomie

Das Synsacrum ist der Wirbelsäulenabschnitt, der als starres Gebilde das Dach des Beckens bildet und bei den verschiedenen Vogelarten aus 9 bis 22 Einzelwirbeln besteht.

Anfangs sind nur die primären 2 bis 3 Kreuzwirbel als Kraftüberträger von der Hintergliedmaße auf den Rumpf zuständig. Im weiteren Verlauf hat sich der Verschmelzungsprozess nach kranial und kaudal ausgeweitet, sodass das Synsacrum abschnittsweise sehr unterschiedliche Eigenheiten zeigt. Aufgrund dessen sind die Körper der einzelnen Wirbel (Corpora vertebrae) unterschiedlich kräftig ausgeprägt, jedoch beim adulten Vogel kaum durch Querleisten voneinander getrennt.

Durch die Extremitas cranialis und die Extremitats caudalis wird das Synsacrum von den benachbarten freien Wirbeln begrenzt. Die Facies ventralis trägt nur im kranialen und kaudalen Abschnitt eine Crista ventralis. Im breiten mittleren Abschnitt ist ein Sulcus vertebralis synsacri ausgebildet. Diese Rinne markiert in etwa den Abschnitt, in dem der Canalis vertebralis erweitert ist, um die Intumescentia lumbosacralis aufzunehmen. Lateral gehen in regelmäßigen Abständen - meist in Form kleiner Doppellöcher - die Foramina intervertebralia ab. Diese markieren die Grenzlinien der ehemaligen Einzelwirbel. Dazwischen können vereinzelt auch Knochenspangen (Processus costales) vorhanden sein, wobei im vorderen Bereich in manchen Fällen auch ein oder zwei echte Rippen angelagert sein können.

Die Processus transversi gestalten eine mehr oder weniger durchlaufende Knochenspange, die mit dem Os ilium (Darmbein) in Verbindung steht und letztendlich mit ihm verschmilzt. Die Processus spinosi (s. Provessus dorsales) sind im kranialen Abschnitt des Synsacrums meist kräftig ausgebildet und bei manchen Vogelarten als Platte (Crista dorsalis) vereint. Mit der Ala praeacetabularis ilii beider Seiten vereint sie sich zur Crista iliosynsacralis. Auf diese Weise entsteht beiderseits der Crista dorsalis ein im Querschnitt dreiseitiger Kanal, der als Canalis iliosynsacralis bezeichnet wird.

3 Literatur

  • Nickel, Richard, August Schummer, Eugen Seiferle. Band V: Geflügel. Parey, 2004.

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