Rhodium
von altgriechisch: ῥόδον ("rhodon") - rosenrot
Elementsymbol: Rh
Englisch: rhodium
Definition
Rhodium ist ein chemisches Element mit der Ordnungszahl 45. Es handelt sich um ein silbrig-weißes, korrosionsbeständiges Übergangsmetall. Rhodium befindet sich im Periodensystem der Elemente in der Periode 5 und in der Gruppe 9.
Geschichte
Rhodium wurde 1803 durch den William Hyde Wollaston in unlöslichen Rückständen einer Platinaufbereitung entdeckt.
Eigenschaften
Der Schmelzpunkt für Rhodium liegt bei 1964 °C, der Siedepunkt bei 3695 °C. Die Dichte beträgt 12,45 g/cm3. Rhodiumverbindungen sind häufig rötlich, daher leitet sich auch der Name ab. Rhodium ist sehr inert und wird von Mineralsäuren nicht angegriffen; selbst in Königswasser ist es nur schwer löslich. Eine Oxidation erfolgt erst bei hohen Temperaturen. Sehr feines Rhodiumpulver ist brennbar und regiert dabei explosionsartig.
Verwendung
Rhodium wird aufgrund von Korrosionsbeständigkeit und Oberflächenhärte u.a. für Beschichtungen eingesetzt (z.B. in der Zahnmedizin). Rhodinierte Oberflächen können bei Spiegeln/Instrumenten (z.B. bei Mundspiegeln) die Reflexion und Beständigkeit verbessern.
Hauptanwendungen außerhalb der Medizin sind z.B. Katalysatoren in der Chemieindustrie und im Automobilbereich.
Toxikologie
Einige Rhodiumverbindungen stehen in Verdacht Allergie- und krebsauslösend zu sein.