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Psychogener Krampfanfall

Synonyme: dissoziativer Krampfanfall, nicht-epileptischer Anfall

1 Definition

Bei einem psychogenen Krampfanfall handelt es sich um einen Krampfanfall, der auf einem emotionalen Konflikt basiert.

2 Ursachen

Psychogene Krampfanfälle betreffen zwar Personen jeden Alters, jedoch häufiger junge Frauen. Im Gegensatz zu epileptischen Krampfanfällen beruhen psychogene Krampanfälle nicht auf einer neurologischen Störung, sondern auf einer emotionalen. Der Betroffene kann mit einer bestimmten ihn belastenden Situation nicht richtig umgehen, was in einem Krampfanfall resultieren kann. Oft sind starker Stress ausgelöst durch den Tod einer nahe stehenden Person, oder auch eine durchlebte Misshandlung Ursachen für die Entstehung der Krankheit.

3 Symptome

Die Symptomatik variiert von Individuum zu Individuum und kann wiederholt hintereinander oder durchgehend auftreten. So kann der psychogene Krampfanfall vom Zittern über leichtem Muskelzucken bis hin zum generalisierten Krampanfall reichen. Auch der sogenannte Totstellreflex kommt oft vor, bei dem der Betroffene im Gegensatz zur bisher genannten Symptomatik längere Zeit regungslos daliegt.

4 Diagnose

Aus der Anamnese und Fremdanamnese mit Hilfe der Verwandten und Bekannten kann in der Regel eine den Patienten belastende Situation ergründet werden, die womöglich Ursache für die Entstehung des Krampfanfalls ist. Ist eine EEG-Aufzeichnung während des Krampfanfalls möglich, kann man sehen, dass im Gegensatz zu einem epileptischen Anfall hier keine EEG-Veränderungen zu beobachten sind.

Richtungsweisend kann auch das klinische Bild des Anfalls sein: Während bei einem "echten" epileptischen Anfall die Augen meist weit geöffnet und die Pupillen lichtstarr sind, kneifen Patienten mit einem psychogen ausgelöstem Anfall die Augen oft zu und/oder wehren sich gegen den Versuch, diese zu öffnen. Können die Augen geöffnet werden, ist die Lichtreaktion der Pupillen vorhanden.

5 Therapie

Im Rahmen psychotherapeutischer Gespräche soll der Patient lernen, mit der Belastung umzugehen, so dass psychogene Krampanfälle in Zukunft verhindert werden können.

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