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Posttranslationaler Proteintransport

Synonym: posttranslationale Proteintranslokation
Englisch: posttranslational protein translocation

1 Definition

Der posttranslationale Proteintransport ist ein Mechanismus des zellulären Proteintransports, bei dem Proteine vollständig im Zytosol translatiert und gefaltet werden. Erst danach erfolgt der Transport zu dem jeweiligen Zielort.

2 Bedeutung

Posttranslationaler Proteintransport erfolgt an Organellen, an denen kein vesikulärer Transport stattfindet. Dazu gehören die Mitochondrien, die Peroxisomen, der Zellkern und in Pflanzen die Plastiden.

3 Mechanismus

Der detaillierte Mechanismus unterscheidet sich je nach Zielorganell, das grundlegende Prinzip ist aber gleich. Proteine besitzen spezifische Signalsequenzen, die sie für den Transport in ein bestimmtes Organell markieren. Diese Sequenz wird nach Abschluss der Translation von Rezeptoren am Organell gebunden, womit der posttranslationale Transport startet. Das Protein wird dann entfaltet und durch einen Proteinkomplex in der Membran translokiert. Im Lumen erfolgt mit Unterstützung von Chaperonen die erneute Faltung.

Fachgebiete: Biochemie, Biologie

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