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Polyadenylierung

1 Definition

Die Polyadenylierung ist das im Zuge der posttranskriptionalen Modifikation der hnRNA zur mRNA stattfindende Anhängen eines Polyadenin-Schwanzes (= Poly-A-Schwanz) an das 3'-Ende eines mRNA-Moleküls.

2 Ablauf

Durch spezifische Sequenzen in der 3'-UTR wird der Abschluss des RNA-Strangs vermittelt. Diese werden durch einen Multiproteinkomplex erkannt. Es folgt die Ausbildung einer Haarnadelstruktur, die typischerweise an einem CA-Dinukleotid geschnitten wird. Dieser Prozess beinhaltet drei zentrale Elemente:

Im Anschluss der RNA-Durchtrennung werden sequenziell 100-200 AMP-Reste (Adenosinmonophosphate) durch die Poly(A)-Polymerase angehängt. Diese formen den Poly-A-Schwanz der reifen mRNA. Durch die Polyadenylierung wird ebenfalls die Stabilität der reifen mRNA erhöht und zugleich eine schützende Wirkung vor zytoplasmatischen Exonukleasen erreicht. Wie oft eine mRNA abgelesen wird, ist durch den Poly-A-Schwanz reguliert, da er sich bei der Translation kontinuierlich verkürzt (Desadenylierung). Dies erfolgt so lange, bis der Poly-A-Schwanz vollständig desadenyliert ist und es zum Abbau der mRNA kommt.

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Fachgebiete: Biochemie

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