Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte
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Die Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte (PKA) bildet das betriebswirtschaftliche und logistische Rückgrat einer öffentlichen Apotheke sowie von Krankenhausapotheken. Während das pharmazeutische Personal wie Apotheker und PTA primär für die Arzneimittelabgabe und Patientenberatung zuständig ist, sichert die PKA die reibungslosen Abläufe im Hintergrund.
1. Kernaufgaben und Verantwortungsbereiche
Das Aufgabenfeld einer PKA ist vielfältig und kombiniert kaufmännisches Wissen mit pharmazeutischem Grundverständnis:
- Warenwirtschaft und Lagerhaltung:
- Eigenverantwortliche Bestellung von Arzneimitteln, Medizinprodukten und apothekenüblichen Waren bei Großhändlern und Herstellern.
- Überwachung der Lieferungen, Wareneingangskontrolle sowie die fachgerechte Lagerung unter Beachtung von Kühlketten und Verfallsdaten.
- Optimierung des Bestandsmanagements zur Gewährleistung der ständigen Lieferfähigkeit der Apotheke.
- Kaufmännische Prozesse und Verwaltung:
- Überprüfung und Bearbeitung von Rechnungen, Lieferscheinen und Retouren.
- Mitwirkung bei der Preisgestaltung und Kalkulation von Freiwahl- und Sichtwahl-Artikeln.
- Vorbereitung von Buchhaltungsunterlagen und Durchführung von Inventuren.
- Marketing und Präsentation:
- Ansprechende Gestaltung der Schaufenster und der Verkaufsflächen im Freiwahlbereich.
- Planung und Umsetzung von Werbeaktionen und saisonalen Themenbereichen zur Kundenbindung.
2. Ausbildung und Qualifikation
Die Ausbildung zur PKA in Deutschland verläuft im dualen System und dauert in der Regel drei Jahre. Voraussetzung ist ein solides Verständnis für kaufmännische Zusammenhänge, Organisationstalent sowie EDV-Kenntnisse im Umgang mit spezieller Apotheken-Software.
3. Abgrenzung zum pharmazeutischen Personal
Im Gegensatz zu PTA (Pharmazeutisch-technischen Assistenten) und Apothekern darf eine PKA keine eigenständige Beratung zu rezeptpflichtigen oder apothekenpflichtigen Arzneimitteln durchführen. Ihr Fokus liegt strikt auf den warenwirtschaftlichen, kaufmännischen und organisatorischen Prozessen.
Fazit
Eine effizient arbeitende PKA sorgt für eine optimale Warenverfügbarkeit und wirtschaftliche Stabilität der Apotheke. Sie entlastet das Beratungspersonal von administrativen Aufgaben und leistet somit einen indirekten, aber essenziellen Beitrag zur Patientensicherheit und Versorgungsqualität