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Payr-Zeichen

nach dem deutschen Arzt Erwin Payr (1871-1947)
Synonym: Payr-Test
Englisch: Payr's sign

1 Angiologie

1.1 Definition

Das Payr-Zeichen dient dem klinischen Nachweis einer Beinvenenthrombose bzw. Venenentzündung.

1.2 Durchführung

Der Untersucher drückt mit den Fingern die Fußsohle ein. Eine bestehende Druckschmerzhaftigkeit, insbesondere der medialen Fußsohle weist auf das Vorliegen einer Venenthrombose hin.

1.3 Bewertung

Ein positives Payr-Zeichen ist ein unsicheres Zeichen für eine Beinvenenthrombose. Die Sensitivität und Spezifität sind relativ niedrig. Daher ist das Payr-Zeichen als Hinweis für einen weiteren Abklärungsbedarf zu verstehen und macht weitere diagnostische Schritte notwendig.

siehe auch: Homans-Zeichen, Meyer-Zeichen

2 Orthopädie

2.1 Definition

Das Payr-Zeichen dient dem klinischen Nachweis einer Meniskusläsion.

2.2 Durchführung

Der Test kann am liegenden oder im Schneidersitz befindlichen Patienten durchgeführt werden. Der Untersucher flektiert das Bein im Kniegelenk und abduziert es im Hüftgelenk. Der Außenknöchel des zu untersuchenden Beines wird oberhalb des Kniegelenks des anderen Beines abgelegt. In dieser Position drückt der Untersucher das zu untersuchende Bein in Richtung Boden und prüft, ob Schmerzen auftreten.

2.3 Bewertung

Wenn eine Schädigung des Innenmeniskus (Meniscus medialis) vorliegt, treten Schmerzen im medialen Gelenkspalt auf.

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