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Panmiktische Population

1. Definition

Eine panmiktische Population ist ein Begriff aus der Evolutionsbiologie und beschreibt den Ideallfall, den Zustand einer Population, dass sich alle Indiviuden mit der gleichen Wahrscheinlichkeit miteinander verpaaren können und keine Selektionsvorgänge herschen.

2. Bedingungen

3. Hardy-Weinberg-Gleichgewicht

Die panmiktische Population herrscht vor, wenn die oben aufgeführten Bedingungen erfüllt sind. Dies führt auf Dauer zu einem Gleichgewicht der Allelfrequenzen des Genpool und somit zu einer Konstanz. Die Allelfrequenzen ändern sich nicht mehr und bleiben erhalten. Es gibt keine Evolution und keine Veränderung der Art. Dieser Zustand wird als Hardy-Weinberg-Gleichgewicht bezeichnet und ist die Basis für die qualitative und quantitative Populationsgenetik.

Die Genotypenfrequenz: p² + 2pg + q² = 1 = 100 %

Legende: a = rezessives Allel, A = dominantes Allel

4. Beispielaufgabe

Der Homozygotenanteil eines rezessiven Gens ist 1:5000. Wie groß ist der Anteil der Heterozygoten unter der Annahme eines Hardy-Weinberg-Gleichgewichtes?

q² = 1/5000 --> 1/5000^1/2 = 0,0141
1 - q = 0,985
p = 0,985
2pq = 2 * 0,0141 * 0,985 = 0,0277
277 Heterozygote/ 5000

= 277/5000 =5,5 %

Der Anteil an Heterozygten ist 5,5% in einem Hardy-Weinberg-Gleichgewicht bzw. 277 von 5000 Individuen.

Fachgebiete: Biologie

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Dr. Dr. MSc. Benjamin-Andreas Berk
Tierarzt | Tierärztin
Dipl.-Biol. Timo Freyer
Biologe/in | Chemiker/in | Naturwissenschaftler/in
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17.02.2012, 15:14
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