Off-Target-Effekt
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LoslegenSynonym: Off-Target-Wirkung
Englisch: off-target effect
Definition
Ein Off-Target-Effekt ist eine biologische Wirkung, die durch die Beeinflussung einer Struktur entsteht, die nicht die eigentliche Zielstruktur war. Der Begriff wird insbesondere in der Pharmakologie und beim Genome-Editing verwendet.
Hintergrund
In der Pharmakologie entstehen Off-Target-Effekte, wenn ein Arzneistoff neben seiner vorgesehenen Zielstruktur (Drug Target) weitere Rezeptoren, Enzyme oder Ionenkanäle beeinflusst. Sie können Nebenwirkungen verursachen, aber auch therapeutisch nutzbar sein. Die Untersuchung von Off-Target-Effekten ist ein wichtiger Bestandteil der Arzneimittelentwicklung.[1]
Beim Genome-Editing, beispielsweise mit CRISPR/Cas9, bezeichnet der Begriff unbeabsichtigte Veränderungen an anderen als den vorgesehenen Stellen des Genoms.[2]
Abgrenzung
Ein Off-Target-Effekt ist nicht mit einer Nebenwirkung gleichzusetzen. Unerwünschte Wirkungen können auch durch die Beeinflussung der vorgesehenen Zielstruktur entstehen und werden dann als On-Target-Effekte bezeichnet.
Quellen
- ↑ Jenkinson S et al. A practical guide to secondary pharmacology in drug discovery. J Pharmacol Toxicol Methods. 2020;105:106869.
- ↑ National Human Genome Research Institute. How Does Genome Editing Work? Abgerufen am 01.10.2026.