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Nukleoplastie

Englisch: nucleoplasty

1 Definition

Bei der Nukleoplastie handelt es sich um ein minimal-invasives Verfahren zur Behandlung von Bandscheibenvorfällen und bandscheibenbedingter Rückenschmerzen (z.B. Lumbalsyndrom).

2 Durchführung

Die Durchführung erfolgt in Lokalanästhesie. Die entsprechende Bandscheibe wird unter Röntgenbildwandlerkontrolle punktiert. Durch eine dünne Führungsnadel wird dann eine Spezialsonde in die Bandscheibe eingeführt.

Die erwünschte Volumenreduktion beruht auf dem sogenannten Coablationsverfahren, durch das das Bandscheibengewebe sozusagen "verdampft" wird. Durch wiederholtes Vor- und Zurückbewegen der flexiblen Sonde in verschiedene Richtungen kann so kontrolliert Bandscheibengewebe entfernt werden.

Dabei werden vor allem durch den Anulus fibrosus getretene Anteile des Nucleus pulposus entfernt. Der Druck auf die gequetschte Nervenwurzel als Schmerzursache kann so beseitigt werden.

Der Eingriff ist schmerzarm und kann ambulant in örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Zur Vorbereitung sollten MRT-Aufnahmen der entsprechenden Bewegungssegmente zur gezielten Planung des Eingriffes vorliegen. Mithilfe der MRT-Aufnahmen lässt sich auch entscheiden, ob das Verfahren bei der Ausdehnung eines Bandscheibenvorfalles durchführbar ist.

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