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NAD(P)+ Transhydrogenase

1 Definition

Die NAD(P)+-Transhydrogenase ist ein Enzym aus der Familie der Oxidoreduktasen, das die Reaktion NADP+ + NADH+ ⇄ NADPH+ + NAD+ katalysiert.

2 Biochemie

Der systematische Name der Enzymklasse lautet NADPH:NAD+-Oxidoreduktase (B-spezifisch). Die NAD(P)+-Transhydrogenase katalysiert den Transfer von Reduktionsäquivalenten und spielt so eine entscheidende Rolle beim Nicotinamid-Stoffwechsel, wobei es nur einen Cofaktor enthält, das FAD. Weiterhin spielt die NAD(P)+-Transhydrogenase eine Rolle in der Atmungskette.

Aus dem Protonengradienten der Atmungskette bewirkt die Transhydrogenase eine Übertragung der Reduktionsäquivalente von NADH auf NADP+. Ebenso wird in der mitochondrialen Matrix NADPH u.a. zur Regeneration von Glutathion aus Glutathiondisulfid (Glutathionreduktase) benötigt.

NADPH kann jedoch nicht über die innere Mitochondrienmembran transportiert werden, daher muss es in der Matrix der Mitochondrien erst gebildet werden. Hier kommt die Transhydrogenase zum Einsatz, die ein Hydridion von NADH auf NADP+ überträgt. Dafür muss ein Proton aus dem Intermembranraum zurückströmen, womit sichergestellt wird, dass nur dann NADPH synthetisiert wird, wenn die Mitochondrien genug Energie zur Verfügung stellen können.

Fachgebiete: Biochemie

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