Mikropapillär
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LoslegenEnglisch: micropapillary
Definition
Mikropapillär bezeichnet in der Histopathologie ein zelluläres Wachstumsmuster, bei dem kleine warzenförmige (papilläre) Zellverbände vorliegen. Es handelt sich um Epithelveränderungen ohne bindegewebigen Stromaunterbau.
Hintergrund
Mikropapilläre Strukturen können bei verschiedenen Neoplasien oder ihren Vorstufen auftreten. Typisch sind kompakte Tumorzellverbände. Bei invasiven mikropapillären Karzinomen findet sich häufig eine umgekehrte Zellpolarität, bei der die apikale Zelloberfläche zum umgebenden Stroma weist.[1]
Klinische Bedeutung
Ein invasives mikropapilläres Wachstumsmuster wird unter anderem bei Karzinomen folgender Organe beobachtet:
Ein mikropapilläres Wachstumsmuster ist häufig mit Lymphgefäßinvasion und Lymphknotenmetastasen assoziiert. Der mikropapilläre Anteil sollte daher im histopathologischen Befund angegeben werden.[2]
Quellen
- ↑ Sagnak Yilmaz Z et al. Molecular Pathology of Micropapillary Carcinomas: Is Characteristic Morphology Related to Molecular Mechanisms?. Appl Immunohistochem Mol Morphol. 2023.
- ↑ Nassar H. Carcinomas with micropapillary morphology: clinical significance and current concepts. Adv Anat Pathol. 2004;11(6):297-303.