Metanephridien
Englisch: metanephridia
Definition
Die Metanephridien sind den Nieren in der Funktion ähnliche Ausscheidungsorgane bestimmter Invertebraten. Sie bestehen typischerweise aus einem bewimperten Trichter (Nephrostom), der in das Coelom mündet, einem tubulären Abschnitt und einer äußeren Öffnung (Nephridioporus).
Hintergrund
Im Gegensatz zu Protonephridien besitzen Metanephridien eine offene Verbindung zum Coelom und nehmen Coelomflüssigkeit direkt auf. Sie erfüllen eine Vielzahl von Funktionen, die zum Aufrechterhalten der Homöostase beitragen, z.B.:
- Exkretion von metabolischen Abfallprodukten aus dem Körper
- Osmoregulation mittels Kontrolle der Konzentration von Ionen und Wasser im Körperinneren
- Aufnahme von Coelomflüssigkeit über das Nephrostom sowie Modifikation des Primärfiltrats durch selektive Reabsorption und Sekretion im tubulären System
- Transport des Filtrats durch tubuläres System der Metanephridien zur Konzentration der Ausscheidungsprodukte und anschließende Ausscheidung über den Nephridioporus
Die Filtration erfolgt nicht ausschließlich im Coelom, sondern beruht auf der Aufnahme von Körperflüssigkeit und deren nachfolgender Verarbeitung im Tubulussystem.
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