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Mariske

Englisch: marisca

1 Definition

Marisken sind perianal lokalisierte, schlaffe Hautfalten. Sie entstehen häufig nach konservativer Therapie einer Perianalthrombose.

2 Klinik

Marisken sind in der Regel asymptomatisch. Probleme entstehen erst, wenn durch die Marisken die Analhygiene nicht mehr adäquat eingehalten werden kann. Folge können Infektionen mit Bakterien und Pilzen sein, die zu einer Dermatitis mit Juckreiz und Brennen in der Perianalgegend führen.

3 Diagnose

Marisken können durch eine klinische Untersuchung diagnostiziert werden. Die wichtigste Differentialdiagnose sind prolabierte Hämorrhoiden. Im Gegensatz zu Hämorrhoiden schwellen Marisken beim Pressen jedoch nicht an.

Eine weitere wichtige Differentialdiagnose sind Condylomata acuminata.

4 Therapie

Asymptomatische Marisken müssen nicht behandelt werden. Eine Indikation zur chirurgischen Therapie ergibt sich bei erschwerter Analhygiene und durch Sekretstau ausgelöste entzündliche Erkrankungen der perianalen Haut.

Als Therapie erfolgt die Exzision der Mariksen, vorzugsweise mit dem elektrischen Messer, welches ein blutungsarmes Vorgehen erlaubt.

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