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Magensaftresistent

1 Definition

Als magensaftresistent werden Arzneimittel in ihrer Darreichungsform bezeichnet, wenn sie bei oraler Gabe ihren Wirkstoff nicht im Magen, sondern erst im Darm frei setzen.

2 Hintergrund

Magensaftresistente Arzneimittel werden in Form von Dragees dargereicht und sind von einer oder mehreren Schichten meistens synthetischer Polymere umgeben. Diese Schichten sind resistent gegenüber dem stark sauren pH im Magenlumen, lösen sich aber im alkalischeren Milieu im Darm auf und setzen so den Wirkstoff frei.

Magensaftresistente Dragee dürfen nicht geteilt oder gemörsert werden, da dadurch die schützende Wirkung des Überzugs verloren geht.

3 Verwendung

Die magensaftresistente Form wird eingesetzt, wenn der Wirkstoff:

  • durch den sauen pH im Magen angegriffen und dadurch wirkungslos wird
  • zur Reizung der Magenschleimhaut und daher zu unerwünschten Nebenwirkungen wie Übelkeit oder Erbrechen führen kann
  • lokal im Darm wirken soll

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