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Ereignisrekorder

(Weitergeleitet von Loop-Recorder)

Synonym: Eventrekorder, Event-Recorder

1 Definition

Ein Ereignisrekorder bzw. Loop-Rekorder ist ein externes oder implantierbares Medizingerät, das in der Kardiologie zur Abklärung von Herzrhythmusstörungen und unklaren Synkopen verwendet wird.

2 Hintergrund

Im Gegensatz zum Langzeit-EKG werden mit einem Eventrekorder nicht kontinuierlich alle elektrischen Herzaktionen über mehrere Stunden aufgezeichnet. Die EKG-Registrierung erfolgt nur dann, wenn der Patient ungleichmäßige Herzaktionen bemerkt oder sie einem bestimmten, vorher festgelegten und abgespeicherten Pattern entsprechen (diskontinuierliche Aufzeichnung).

3 Formen

3.1 Externer Loop-Rekorder

Externe Loop-Rekorder (ELR) registrieren die EKG-Ströme permanent über Hautelektroden, löschen die Aufzeichungen jedoch meist nach 30 Sekunden wieder. Nur EKG-Episoden mit pathologischen Veränderungen, die vorher einprogrammiert wurden, oder die vom Träger selbst per Tastendruck identifiziert werden, bleiben gespeichert. Bei Auftreten bestimmter EKG-Ereignisse kann eine Notrufzentrale alarmiert werden.

3.2 Implantierbarer Loop-Rekorder

Implantierbare Loop-Rekorder (ILR) werden über eine kleine Hautinzision in das Subkutangewebe der rechten Pektoralregion eingebracht. Sie haben die Größe eines USB-Sticks, die neuesten Geräte sind noch deutlich kleiner. Nach der Implantation können sie 2-3 Jahre lang EKG-Ereignisse aufzeichnen. Die Ereignisse werden unabhängig vom Patienten oder auf seine Initiative hin registriert. Das Auslesen erfolgt in der Praxis kabellos über ein entsprechendes Verbindungsgerät.

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