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Langzeitdepression

(Weitergeleitet von Langzeit-Depression)

Synonym: Langzeit-Depression
Englisch: long-term depression

1 Definition

Unter Langzeitdepression, kurz LTD, versteht man in der Neurophysiologie eine lang andauernde Abschwächung der Signalübertragung an den Synapsen von Nervenzellen.

Der entgegengesetzte Prozess ist die Langzeitpotenzierung (LTP).

2 Hintergrund

Langzeitdepression kommt in vielen verschiedenen Regionen des Gehirns vor, u.a. in der Sehrinde und im präfrontalen Kortex sowie im Striatum, in den Amygdala, im Hippocampus und im Kleinhirn.

3 Einteilung

Neurophysiologisch kann man zwischen homosynaptischen und heterosynaptischen LTDs unterscheiden. Bei der homosynaptischen LTD ist der Prozess auf die individuelle Synapse beschränkt, die vom niederschwelligen Stimulus erreicht wird. Sie ist von der Aktivität des präsynaptischen Neurons abhängig. Die heterosynpatische LTD betrifft hingegen inaktive Neurone. Die Signalabschwächung ist unabhängig von der Aktivität des präsynaptischen oder postsynaptischen Neurons, sondern wird von einem modulierenden Interneuron gesteuert.

Fachgebiete: Physiologie

Diese Seite wurde zuletzt am 8. Februar 2020 um 23:20 Uhr bearbeitet.

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