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L-Dopa-Test

Englisch: L-dopa test

1 Definition

Der L-Dopa-Test ist ein neuropharmakologischer Test, der zur Diagnose von dopaminabhängigen neurologischen Erkrankungen (Morbus Parkinson, Restless-Legs-Syndrom) eingesetzt wird.

2 Indikationen

  • Frühdiagnose des Parkinson-Syndroms (Test auf nigrostriatale Dysfunktion)
  • unklares oder atypisches Parkinson-Syndrom
  • Restless legs Syndrom

3 Durchführung

Beim L-Dopa-Test werden 100-200mg L-Dopa sowie ein peripherer Decarboxylasehemmer (z.B. Benserazid) in Wasser gelöst und dem Patienten verabreicht. Die Wirkung von L-Dopa sollte nach 25-60 Minuten eintreten und hält 4-6 Stunden lang an. Bei fehlender Erstwirkung kann versucht werden L-Dopa bis auf 1000mg aufzudosieren. Da L-Dopa meist zu Übelkeit und Erbrechen führt, kann prophylaktisch einige Tage vor dem L-Dopa-Test die Behandlung mit einem Prokinetikum (Domperidon- 3x10mg tägl.) begonnen werden. 1 Stunde vor der Untersuchung sollten zusätzlich noch 30mg Domperidon gegeben werden.

4 Auswertung

Im Rahmen einer Parkinson-Erkrankung kommt es nach dem L-Dopa-Test zu einer deutlichen Symptomverbesserung (UPDRS-Steigerung >30% des Ausgangswertes). Ein positiver Test stützt, beweist aber jedoch nicht das Vorliegen eines Parkinson-Syndroms. Beim Restless-Legs-Syndrom sistieren die Symptome nach dem L-Dopa-Test meist gänzlich. Die Beschwerden können anhand des Ansprechens auf L-Dopa auf einer Schweregradskala eingetragen werden. Der Test weist beim RLS eine Sensitivität von 80% und eine Spezifität von 100% auf.

Fachgebiete: Neurologie

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