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Intrapleuraler Druck

Synonym: Pleuradruck

1 Definition

Der intrapleurale Druck beschreibt die Druckdifferenz zwischen dem Atmosphärendruck und dem subatmosphärischen Druck im Pleuraspalt zwischen Pleura visceralis und Pleura parietalis.

2 Prinzip

Aufgrund ihrer elastischen Eigenschaften hat die Lunge die Tendenz, sich durch Rückstellkräfte zu verkleinern (Lungencompliance). Da die beiden Pleurablätter aneinanderheften, wirken der knöcherne Thorax und die an ihm ansetzende Atemmuskulatur diesen Rückstellkräften entgegen. Im von der Außenluft abgeschlossenen Pleuraspalt zwischen den beiden Pleurablättern entsteht dadurch ein intrapleuraler Druck. Er ist subatmosphärisch, d.h. er ist kleiner als der Umgebungsdruck (Luftdruck, Atmosphärendruck) von ca. 1.013 hPa.

Der Pleuradruck wird als Differenz zum Atmosphärendruck angegeben und beträgt in Atemruhelage etwa -0,5 kPa (-5 cm H2O). Am Ende der Exspiration nimmt die Druckdifferenz bis auf etwa -0,3 kPa ab, am Ende der Inspiration auf bis auf -0,8 kPa zu. Bei normaler Atmung bleibt der Pleuradruck stets negativ. Nur bei forcierter Exspiration kann er kurzzeitig positive Werte annehmen.

3 Diagnostik

In Atemruhelage gibt der interpleurale Druck das Maß der Retraktionskraft der Lunge an. Er kann über einen Ösophaguskatheter gemessen werden.

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