Hypoechogenität
Englisch: hypoechogenicity
Definition
Die Hypoechogenität bezeichnet in der Sonographie eine verminderte Echogenität eines Gewebes im Vergleich zu seiner Umgebung bzw. zu einer Referenzstruktur. Hypoechogene Strukturen erscheinen im Ultraschallbild dunkler als das umgebende Gewebe.
Hintergrund
Die Echogenität eines Gewebes hängt von seinen physikalischen Eigenschaften ab, insbesondere von Dichte, Elastizität und akustischer Impedanz. Darüber hinaus wird die Echogenität vom verwendeten Ultraschallsystem und vom Schallwinkel beeinflusst.
Hypoechogene Areale besitzen eine verminderte Rückstreuung, d.h. sie reflektieren weniger Ultraschallwellen als angrenzende Strukturen. Sie sind abzugrenzen von:
- Hyperechogenität (erhöhte Echogenität)
- Isoechogenität (gleiche Echogenität)
- Anechogenität (fehlende Echogenität)
Klinische Bedeutung
Stark vereinfacht, erscheinen fettarme, zellreiche und ödematöse Gewebe eher hypoechogen, faserreiche und flüssigkeitsarme Gewebe eher hyperechogen. Flüssigkeiten selbst sind anechogen. Mögliche Ursachen einer Hypoechogenität sind u.a.:
- Entzündungen (Entzündung)
- Ödeme
- zystische oder nekrotische Veränderungen
- Tumoren (Neoplasie)
Hypoechogenität ist eine unspezifische Eigenschaft, die im klinischen Kontext und unter Einbeziehung weiterer sonographischer Kriterien interpretiert werden muss. Tumoren können beispielsweise sowohl hypoechogen als auch iso- oder hyperechogen sein. Deshalb müssen weitere sonografische Kriterien in die Bewertung einfließen, u.a. die Randbegrenzung, die Binnenstruktur, die Vaskularisation und Phänomene wie Schallverstärkung und Schallschatten.