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Hyperglykämischer Clamp

Synonyme: hyperglykämische Klemme, hyperglykämischer Glukoseklemmtest
Englisch: hyperglycemic clamp

1 Definition

Der hyperglykämische Clamp ist ein Verfahren zur Messung der Funktion der pankreatischen Beta-Zellen unter intravenöser Glukosegabe. Durch die Erzeugung einer Hyperglykämie können Rückschlüsse auf die Insulinsekretion gezogen werden.

2 Methode

Nach achtstündiger Nahrungskarenz wird mehrfach die Nüchternglukose-Konzentration gemessen. Wenn diese auf einem konstanten Niveau ist, wird eine Glukose-Infusion angelegt und initial Glukoselösung als Bolus i.v. verabreicht. Die steigende Glukosekonzentration wird anschließend in Abständen von fünf Minuten gemessen.

Die Versuchsperson wird daraufhin durch die kontinuierliche Glukosegabe auf ein konstantes hyperglykämisches Niveau von 180 mg/dl eingestellt. Durch die anschließende Infusion von Arginin kann die maximale Insulinproduktion der Beta-Zellen gemessen werden. Je nach Versuchsprotokoll dauert ein hyperglykämischer Clamp 130 bis 180 Minuten oder länger.

3 Klinische Bedeutung

Der hyperglykämische Clamp lässt sich gut reproduzieren und gilt als Goldstandard zur Messung der Beta-Zell-Funktion. Durch die intravenöse Infusion werden die Betazellen stimuliert, ohne dem Inkretin-Effekt zu unterliegen. Die Messergebnisse können zur Verlaufskontrolle herangezogen werden.

4 Literatur

  • Eugenio Cersosimo et al., Assessment of Pancreatic β-Cell Function: Review of Methods and Clinical Applications (2014)

Diese Seite wurde zuletzt am 9. Juli 2021 um 17:41 Uhr bearbeitet.

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