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Heterochromie

Synonym: Verschiedenfarbigkeit
Englisch: heterochromia

1 Definition

Als Heterochromie bezeichnet man in der Medizin das Auftreten verschiedener Farben in gleichen oder ähnlichen Körperstrukturen.

2 Hintergrund

Meist wird der Begriff verwendet, um Farbunterschiede der linken und rechten Iris zu beschreiben. Man spricht dann auch von Iris-Heterochromie. Der Terminus kann jedoch auch bei Farbvariationen von Haaren oder Haut angewendet werden.

Ursache für das Auftreten unterschiedlicher Gewebefärbungen sind Pigmentstörungen, die genetisch determiniert sein können oder sekundär im Rahmen von anderen Erkrankungen auftreten. Die Heterochromie wird folglich durch die Produktion, Abgabe und Konzentration von Pigmenten (meist Melanin) bestimmt. Die Pigmente verleihen dem Gewebe je nach Konzentration (z.B. geringe Konzentration bei blauen Augen) die charakteristische Färbung.

In der Histologie versteht man unter Heterochromie die unterschiedlich starke Aufnahme von Farbstoffen in verschiedenen Geweben oder Zellkompartimenten. In der HE-Färbung stellen sich z.B. basophile Strukturen wie der Zellkern blau, azidophile Strukturen wie das Zytoplasma meist rot dar.

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Fachgebiete: Terminologie

Diese Seite wurde zuletzt am 21. Januar 2021 um 15:11 Uhr bearbeitet.

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