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Gustilo-Anderson-Klassifikation

Englisch: Gustilo open fracture classification

1 Definition

Die Gustilo-Anderson-Klassifikation ist eine Klassifikation zur Einteilung offener Frakturen, die auf der Größe der Wunde, dem Grad der Kontamination und dem Ausmaß der Knochenverletzung basiert. Das Ausmaß einer Weichteilverletzung kann weiterhin mithilfe der Klassifikation nach Tscherne und Oestern dokumentiert werden.

2 Einteilung

Die Kurzversion der Gustilo-Anderson-Klassifikation teilt offene Frakturen wie folgt ein:

  • Typ 1: Offene Fraktur mit einer sauberen Wunde < 1 cm
  • Typ 2: Offene Fraktur mit mäßig kontaminierter Wunde 1-10 cm ohne ausgedehnte Weichteilverletzung oder Avulsion.
  • Typ 3a: Offene Fraktur mit stark oder länger kontamierter Wunde > 10 cm und ausgedehnter Weichteilverletzung oder Schussfraktur. Der Knochen wird noch von den Weichteilen bedeckt.
  • Typ 3b: Offene Fraktur mit freiliegendem Knochen durch erheblichen Weichteilverlust; Ablösung des Periosts, massive Kontamination.
  • Typ 3c: Offene Fraktur mit rekonstruktionspflichtiger Gefäßverletzung; subtotale oder totale Amputation

Diese Seite wurde zuletzt am 17. November 2020 um 18:22 Uhr bearbeitet.

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