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Glomus coccygeum

Synonyme: Steißbeinknötchen, Steißknäuel, Luschka-Glomus
Englisch: coccygeal glomus, coccygeal gland

1 Definition

Als Glomus coccygeum, oder auch Steißbeinknötchen, bezeichnet man einen rudimentären Gefäßplexus in einer Rinne der unteren Coccygealwirbel des Os coccygis. Es wird von einem Endast der Arteria sacralis mediana mit Blut gespeist. In den meisten Fällen ist er um die 4mm groß oder kleiner.

2 Makroskopie

Das Glomus coccygeum ist im Vergleich zu seiner Umgebung eher derb und kann leicht gräulich imponieren. Da es in lockeres Bindegewebe und Fettgewebe eingebettet ist, kann es meist leicht identifiziert werden.

Oft kommt es zur Ausbildung kleiner Nebenknötchen.

3 Histologie

Das Gefäßknäuel ist umkapselt und von reichlich fibrillärem Bindegewebe umgeben. Es kann auch in mehrere Gebilde unterteilt sein. Im Bindegwebe finden sich einzelne Nervenfasern.

Im Gegensatz zum normalen Bau eines Blutgefäßes, zeigt sich beim Glomus coccygeum keine wirkliche Muskelschicht (Muscularis). Stattdessen befinden sich dort Zellen, die dicht gestaffelt aneinanderliegen. Diese Glomuszellen sind wohl Abkömmlinge glatter Muskelzellen und vermutlich an der Thermoregulation des Körpers beteiligt.

Die Glomuszellen sind eher klein und zeigen einen mäßigen Zytoplasmagehalt.

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Fachgebiete: Anatomie, Leibeswand

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