Gesichtsproportion (nach A.M. Schwarz)
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Synonyme: keine bekannten Synonyme
Englisch: Facial Proportions (according to A.M. Schwarz)
Definition
Die Gesichtsproportionen nach A.M. Schwarz sind ein anthropometrisches System zur Analyse idealer Gesichtsverhältnisse, das Gesichtshöhe horizontal in drei gleich große Drittel und die Gesichtsbreite vertikal in fünf gleich große Fünftel einteilt. Dieses System dient der Diagnostik und Planung in der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie (MKG).
Hintergrund
Entwickelt wurde das Konzept von Prof. Dr. Dr. Adolf M. Schwarz (1928–1976), einem Pionier der deutschen MKG-Chirurgie. Seine Messmethoden basieren auf anthropometrischen Prinzipien und werden insbesondere zur Beurteilung von Gesichtsasymmetrien und Dysproportionen genutzt.
Klinik
Die horizontale Einteilung teilt das Gesicht in Stirn (Haaransatz bis Glabella), Nase (Glabella bis Subnasale) und Kinn (Subnasale bis Menton), jeweils etwa ein Drittel der Gesichts Höhe. Vertikal entspricht die Nasenbasis einer Fünftel der Gesichtsbreite, ebenso wie die Abstände der Augeninnenwinkel. Diese Proportionen sind relevant für die Planung von Operationen wie Le-Fort-Osteotomien und zur Erkennung von Kieferfehlstellungen.
Diagnostik
Die Messungen erfolgen anthropometrisch, häufig mit Roentgen- oder fotometrischen Verfahren, und bilden eine Grundlage für die ästhetische bzw. funktionelle Beurteilung des Gesichts.
Therapie
Die Proportionen dienen vor allem der Operationsplanung in der MKG-Chirurgie sowie der kieferorthopädischen Behandlungssteuerung.
Differentialdiagnosen
Nicht relevant.
Quellen
- Gerlach, T. et al.: Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Lehrbuch
- Schwarze Originalarbeit: Roentgenceometrie des Gesichtsschädels (1960)