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Gesichtsproportion (nach A.M. Schwarz)

Dr. Philipp Meyer
Zahnarzt | Zahnärztin
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Synonyme: keine bekannten Synonyme

Englisch: Facial Proportions (according to A.M. Schwarz)

Definition

Die Gesichtsproportionen nach A.M. Schwarz sind ein anthropometrisches System zur Analyse idealer Gesichtsverhältnisse, das Gesichtshöhe horizontal in drei gleich große Drittel und die Gesichtsbreite vertikal in fünf gleich große Fünftel einteilt. Dieses System dient der Diagnostik und Planung in der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie (MKG).

Hintergrund

Entwickelt wurde das Konzept von Prof. Dr. Dr. Adolf M. Schwarz (1928–1976), einem Pionier der deutschen MKG-Chirurgie. Seine Messmethoden basieren auf anthropometrischen Prinzipien und werden insbesondere zur Beurteilung von Gesichtsasymmetrien und Dysproportionen genutzt.

Klinik

Die horizontale Einteilung teilt das Gesicht in Stirn (Haaransatz bis Glabella), Nase (Glabella bis Subnasale) und Kinn (Subnasale bis Menton), jeweils etwa ein Drittel der Gesichts Höhe. Vertikal entspricht die Nasenbasis einer Fünftel der Gesichtsbreite, ebenso wie die Abstände der Augeninnenwinkel. Diese Proportionen sind relevant für die Planung von Operationen wie Le-Fort-Osteotomien und zur Erkennung von Kieferfehlstellungen.

Diagnostik

Die Messungen erfolgen anthropometrisch, häufig mit Roentgen- oder fotometrischen Verfahren, und bilden eine Grundlage für die ästhetische bzw. funktionelle Beurteilung des Gesichts.

Therapie

Die Proportionen dienen vor allem der Operationsplanung in der MKG-Chirurgie sowie der kieferorthopädischen Behandlungssteuerung.

Differentialdiagnosen

Nicht relevant.

Quellen

  • Gerlach, T. et al.: Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Lehrbuch
  • Schwarze Originalarbeit: Roentgenceometrie des Gesichtsschädels (1960)
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