FlexiEssay: Freiheitliche Auffassung von Sexualität

Dieser Artikel ist keine lexikalische Definition, sondern ein so genannter FlexiEssay. Essays erklären spezielle Fragestellungen in der Medizin. Sie sind im Gegensatz zu anderen Artikeln nur teilweise frei editierbar. Bitte beachten Sie die Hinweise am Seitenende.

1 Definition

Die freiheitliche Auffassung von Sexualität ist eine in den meisten modernen und pluralistischen Gesellschaften von der Mehrheit der jungen Menschen vertretene Auffassung zur Sexualität.

2 Begriffsklärung und -abgrenzung

Eine freiheitliche Auffassung von Sexualität kommt meist in einer pluralistischen Gesellschaft vor, bei der mehrere verschiedene Subkulturen nebeneinander existieren. Es sind auch viele verschiedene Lebensanschauungen und somit auch sexuelle Anschauungen in einer solchen Gesellschaft vorhanden. Diese unterliegen einem starken Wandel, da auch die Normen und Werte gegenüber der Sexualität ständig im Fluss sind. Dies hat einerseits mit der natürlichen Altersphase zu tun die jeder durchläuft und andererseits mit Veränderungen der eigenen Lebenssituation. Auch die Erfahrungen die jeder von uns macht, spielen dabei eine Rolle. Es kann auch ein neuer Partner zum völligen Wandel der sexuellen Auffassung beitragen.

In einer geschlossenen Gesellschaft, und mit geschlossen meint man eine Kultur die sich wenig ändert und in der das Leben der Menschen stark durch religiöse Anschauungen bestimmt wird, ändern sich die Normen und Werte kaum. Man spricht von einer traditionellen konservativen Auffassung. Bei dieser Anschauung gibt es eine Vielzahl einschränkender Regeln, Ver- und Gebote. Werturteile geben "gutes" und "schlechtes" sexuelles Verhalten vor. Auch darf sexuelles Verhalten nur in einer langjährigen Beziehung zwischen Erwachsenen unterschiedlichen Geschlechts, am besten noch verheiratete Paare, stattfinden. Alles andere wird als verabscheuungswürdig angesehen.

3 Grundprinzipien einer freiheitlichen Auffassung von Sexualität

Bei der freiheitlichen Auffassung von Sexualität stehen die Selbstverantwortung und das Selbstbestimmungsrecht des Einzelnen im Vordergrund. Es wird nur eine einzige Norm vertreten und zwar der Respekt vor der Freiheit des anderen und der Schutz der eigenen Gesundheit und der des Partners. Sexuelle Formen wie Gewalt, Inzest, Vergewaltigung und sexuelle Belästigung usw. werden dagegen abgelehnt. Auch ist man im Zeitalter von AIDS und anderen Geschlechtskrankheiten der Auffassung, sich zu schützen und Kondome zu benutzen.

4 Hinweise

FlexiEssays geben die persönliche Einschätzung des Autors wieder, die nicht notwendigerweise mit der allgemeinen Lehrmeinung kongruent ist. Sie werden zu einem späteren Zeitpunkt einen eigenen Platz im Flexikon finden.

5 Primärautor

Dieser Flexikon-Artikel wurde von René Adamietz verfasst.

Tags:

Fachgebiete: Sexualmedizin

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