Epstein-Klassifikation
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LoslegenEnglisch: Epstein classification
Definition
Die Epstein-Klassifikation ist eine Klassifikation zur Einteilung der Morphologie des Akromions in drei anatomische Varianten. Sie dient als Anhaltspunkt für das Risiko für Rotatorenmanschettenrupturen und Schulterimpingements.
Hintergrund
Die Klassifikation wurde im Jahr 1993 publiziert und basiert auf der Analyse von MRT-Bildern schmerzhafter Schultern. Im Gegensatz zur Bigliani-Klassifikation, die primär auf Röntgenbildern beruht, erfolgt die Beurteilung in der sagittal schrägen Schicht lateral des Akromioklavikulargelenks. Die Darstellung entspricht dem Outlet-View in der Röntgenbildgebung und ermöglicht eine präzise morphologische Charakterisierung.
Klassifikation
- Typ 1 (flach): Gerade oder leicht konkave inferiore Kontur ohne signifikante Krümmung
- Typ 2 (leicht gekrümmt): Glatte Krümmung mit Abknickung im mittleren Drittel der Unterfläche
- Typ 3 (hakenförmig): Markante Abknickung im anterioren Drittel mit nach kaudal gerichtetem Haken
Typ 3 gilt als Risikofaktor für Rotatorenmanschettenrupturen und Impingementsyndrome der Schulter.
Klinische Relevanz
Die Epstein-Klassifikation hilft bei der Identifikation von Risikopatienten für degenerative Schulterpathologien und weist eine hohe Interrater-Reliabilität auf.
Auf Grundlage der Epstein-Klassifikation wurde die modifizierte Epstein-Klassifikation entwickelt, die auf biomechanischen Erkenntnissen beruht, vier Typen umfasst und als aussagekräftiger gilt.